Angus verspricht Erfolg - ein Beispiel. Barbara und Christian Bieri-Trachsel haben ihren Betrieb 1985 auf Mutterkuhhaltung umgestellt und mit direkter Vermarktung von Angus Beef begonnen. Ihr Erfolg zeigt, dass Qualitätsfleisch am Markt die Nase vorn hat.
Ueberstorf, Kanton Freiburg, 600 Meter über Meer. Hier bewirtschaftet die Familie Barbara und Christian Bieri-Trachsel 24.6 Hektare landwirtschaftliche Nutzfläche mit Ackerbau und Mutterkuhhaltung. Eine gute Kombination, wie Christian Bieri findet. «Die Mutterkühe eignen sich hervorragend zur Nutzung des steilen Grünlandes". Den Entscheid, auf Mutterkuhhaltung umzustellen, habe er bereits 1985, zusammen mit seinem Schwiegervater, gefällt.

Leichter Entscheid. Die Wahl der für ihren Betrieb am besten geeigneten Rasse fiel Barbara und Christian Bieri nicht schwer: «Während eines Praktikums in den USA wurden wir erstmals auf Angus aufmerksam.» Die zahlreichen Vorteile, über die sie von erfolgreichen Züchtern jenseits des grossen Teichs informiert wurden, haben die beiden überzeugt. Vorteile übrigens, die sich im Arbeitsalltag der Familie Bieri längst bestätigt haben. Sie zählen auf: sehr gute Fleischqualität, Hornlosigkeit,ausgeprägter Muttertrieb, keine Abkalbeprobleme, vitale Kälber und frühreife Rinder.
Bereits 1986, ein Jahr nach der Umstellung auf Mutterkuhhaltung, sind Bieris mit ihrem Angus Natura Beef in die Direktvermarktung eingestiegen. Mit grossem Erfolg, der bis heute anhält. «Die unübertroffene Fleischqualität sichert uns die Kundschaft», bemerken Barbara und Christian Bieri zufrieden.
Optimale Arbeitseinteilung. Heute zählt Bieris Angusherde 23 Mutterkühe, einen Zuchtstier und vier Aufzuchtrinder. Dank einer Zwischenkalbezeit von 366 Tagen ist eine saisonale Abkalbung, schwerpunktmässig Spätherbst, ohne weiteres realisierbar. Dies ermöglicht eine optimale Einteilung der Arbeit. "So kann ich mich im Sommer trotz Nebenerwerb voll und ganz dem Ackerbau widmen." Trotz der Produktion von Getreide- und Kartoffelsaatgut beschäftigt der Betrieb nur etwas mehr als eine Arbeitskraft.
Viel Profit. Die Tageszunahmen von Bieris Kälbern betragen 1129 Gramm. Christian Bieri hält fest : «Meine Herde bekommt nur Rauhfutter. Kein Kraftfutter. Dies auch, weil gerade Kraftfutter in den Augen vieler Konsumenten verpönt ist. Trotzdem erreichen wir mit der Rasse Angus ein ausgezeichnetes Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag." Christian und Barbara Bieri sind überzeugt, dass sie sich mit der Rasse Angus auch künftig erfolgreich am Markt behaupten werden. Der Grund: «Die Bedeutung der Fleischqualität wird in Zukunft immer grösser.» |